Die Schafe von den Böcken trennen


Die Schafe von den Böcken trennen
Die Schafe von den Böcken trennen
 
Diese Redewendung (auch in der Form »die Schafe von den Böcken scheiden«) geht, ebenso wie der Ausdruck »die Schafe zur Rechten und die Böcke zur Linken«, auf die Bibel zurück. Jesus verdeutlicht in seiner »Rede vom Jüngsten Gericht« bei Matthäus 25 mit dem Bild eines alten Schäferbrauchs, wie dereinst die »Gesegneten« und die »Verfluchten« voneinander geschieden werden. In Vers 31-35 heißt es: »Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit (...) werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.« Auch heute noch bemüht man das Bild von den Schafen und den Böcken, wenn Gute und Böse, Unschuldige und Übeltäter voneinander abgegrenzt oder Dinge nach ihrer Qualität voneinander getrennt werden sollen.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Schaf — [ʃa:f], das; [e]s, e: mittelgroßes (Säuge)tier mit dickem, wolligem Fell, das besonders wegen seiner Wolle als Nutztier gehalten wird: die Schafe scheren. * * * Schaf 〈n. 11〉 1. Angehöriges einer Gruppe von Horntieren aus der Familie der… …   Universal-Lexikon

  • Schaf — Sein Schäfchen ins trockene bringen: sich seinen Vorteil, Gewinn sichern; Sein Schäfchen im trockenen haben: sich seinen Erwerb in Sicherheit gebracht haben, um sich ein sorgloses Leben zu gönnen. Die Redensart wurde früher so erklärt, daß man… …   Das Wörterbuch der Idiome

  • Schäfchen — Sein Schäfchen ins trockene bringen: sich seinen Vorteil, Gewinn sichern; Sein Schäfchen im trockenen haben: sich seinen Erwerb in Sicherheit gebracht haben, um sich ein sorgloses Leben zu gönnen. Die Redensart wurde früher so erklärt, daß man… …   Das Wörterbuch der Idiome

  • Scheiden — Scheiden, verb. irreg. act. et neutr. Imperf. ich schied; Mittelw. geschieden; Imper. scheide. Um die sämmtlichen, dem Anscheine nach so sehr verschiedenen Bedeutungen dieses Wortes und seiner Abkömmlinge begreiflich zu machen, muß man bis auf… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Teufel — (s. ⇨ Teixel). 1. A mol muess ma m Teuffel uff de Wedel treta. – Birlinger, 1036. 2. All, wat de Düwel nich lesen kann (will), dat sleit he vörbi (oder: sleit he äwer). – Frommann, II, 389, 123; Eichwald, 346; Goldschmidt, 57; Kern, 1430. 3. Als… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon